Atouba fällt verletzt aus
Demel als Ersatz / Marcelo soll 7,7 Millionen Euro kosten
Das Aus kam am Freitagvormittag. Bester Dinge hatte sich Thimothee Atouba in seine Laufeinheit gestürzt, Rom vor Augen und Osasuna im Hinterkopf. Doch als die Adduktoren erneut schmerzten, war es um die kurzfristigen Ambitionen des 24-Jährigen geschehen. Keine Atouba-Show also heute gegen den AS Rom, viel schmerzlicher aber, dass auch der Champions-League-Tanz gegen Osasuna ohne den Kameruner stattfinden wird. "Ich denke nicht, dass er am Mittwoch auflaufen wird", bekannte Trainer Thomas Doll.
Nach wie vor ist Atouba nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Vor allem aber die mangelnde Spielpraxis ist Doll des Risikos zu viel. Nicht ohne Grund schaut sich der HSV auf dem Transfermarkt nach einer gleichwertigen Alternative für Timmie um. "Wir setzen uns nicht unter Druck", sagt Doll. "Aber sollte Tim längerfristig ausfallen, könnten wir ja noch was machen." Der Brasilianer Marcelo (18) bleibt ein Kandidat (die MOPO berichtete), ist dem HSV aber noch zu teuer. 10 Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro) fordert Marcelos Klub Fluminense. Erreicht der HSV die Königsklasse, wird er wohl erneut in Brasilien vorfühlen. Auch Villareals Argentinier Juan Pablo Sorin ist noch zu haben, tendiert aber zu einem Wechsel nach Bolton.
Gegen Rom wird nun Guy Demel die linke Position in der Viererkette ausfüllen. Vor allem aber erhofft sich Doll ein Zeichen seiner Angreifer. Boubacar Sanogo und Benny Lauth werden beginnen, da Paolo Guerrero noch unter leichten Kniebeschwerden leidet. "Endlich haben wir hier wieder Feuer unter dem Dach", sagt der Trainer mit Blick auf seinen Angriff.
Der Test gegen Rom. Er soll den HSV weiterbringen. Damit am Mittwoch ruhigen Gewissens der Angriff auf die Königsklasse beginnen kann.
Quelle: Mopo

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