2006-10-06

Das Comeback des Maestros
Härtetest bestanden

Es waren gute Nachrichten, die HSV-Physio Uwe Eplinius zu Beginn der Woche an Thomas Doll weiterleitete. Gute und erstaunliche! "Ich war sehr überrascht, wie weit er schon ist", sagt der Trainer. Er, das ist Rafael van der Vaart. Der "kleine Engel" fliegt heute in Hamburg ein. Und ab sofort kann alles sehr schnell gehen. Der Kapitän sprintet und schießt - schmerzfrei. Doll sagt: "Das sind sehr gute Zeichen. Wenn er beschwerdefrei ist, trainiert er mit der Mannschaft und ist dann auch im Kader dabei." Womöglich sogar schon gegen Schalke.

Der Holländer setzt sich heute zunächst einmal mit HSV-Athletikcoach Markus Günther zusammen - die beiden legen den Schlachtplan für die nächsten Tage fest. Den Härtetest hat van der Vaart allerdings schon in Holland bestanden. Der "Maestro" kann mit seinem linken Zauberbein schon kräftig losballern, hat dabei keinerlei Beschwerden - eine größere Belastung gibt es für den Oberschenkel nicht. Die angerissene Sehne zeigt keine Reaktion. Ein Laktattest zu Beginn der Woche wird darüber Aufschluss geben, in welchem körperlichen Zustand sich der HSV-Regisseur befindet. Doll ist sich sicher: "Das mit seiner Fitness kriegen wir schnell hin."

Je früher van der Vaart dabei ist, desto besser für die Mannschaft - klar. Und auch der Mittelfeldchef selbst ist heiß auf ein schnelles Comeback. Die sportliche Leitung und die medizinische Abteilung der Hamburger wollen jedoch keineswegs hastig agieren - ein erneuter Rückschlag wäre fatal. Die holländischen Fitmacher, mit denen van der Vaart gearbeitet hat, sind dafür bekannt, die Dinge äußerst forsch anzugehen. Wenn van der Vaarts Körper aber all das hält, was er Eplinius versprochen hat, dann kann es mit seinem Comeback schnell gehen - vielleicht sogar sehr schnell.

Quelle: Mopo